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Monitoring von verschiedenen Server-Arten: NAS-Server

Ferdinand Kunz
By Ferdinand Kunz on Jun 02, 2021

NAS-Server sind wegen ihrer Nutzerfreundlichkeit beliebt und kommen in Unternehmen jeglicher Größe zum Einsatz. Daher sollten Sie NAS-Server unbedingt in Ihrem Monitoring berücksichtigen. In diesem Blogpost erkläre ich, was ein NAS-Server ist und wie Sie Ihre NAS-Server mit wenigen Handgriffen umfassend überwachen können.

Was ist ein NAS-Server?

NAS steht für Network Attached Storage und bezeichnet Speicher, der mit einem Netzwerk verbunden ist. NAS-Server sind eine einfache Möglichkeit, Speicherkapazität in einem Netzwerk für andere Systeme bereitzustellen. In der Regel besitzen NAS-Server dezidierte Server-Hardware, die man als Speichergerät in ein lokales Netzwerk einbindet. NAS-Lösungen sind eine Alternative zu Windows/Linux/Unix-File-Servern. Es gibt auch virtuelle NAS-Server. Viele Unternehmen setzen aber auf NAS-Hardware-Server, um die Stabilität und die Performance des Servers zu erhöhen.

NAS-Server lassen sich leicht verwalten und Einsteigermodelle sind im Vergleich zu anderen Servern relativ günstig in der Anschaffung. Daher finden sich auch NAS-Server im privaten Gebrauch, beispielsweise als Media-Server für Musik und Video-Dateien. Unabhängig, ob für Zuhause oder im Unternehmen, viele Hersteller wie Synology, Seagate, Western Digital, QNAP oder Netgear liefern fertig konfigurierte Geräte mit vorinstallierten Betriebssystemen, die Sie direkt nach dem Einschalten mit wenigen Handgriffen in Betrieb nehmen können.

Falls Sie selbst einen NAS-Server aufbauen möchten, können Sie auf Betriebssysteme wie XigmaNAS, FreeNAS oder ZyXEL OS zurückgreifen. In der Regel nutzt man aber durch die Hersteller vorkonfigurierte NAS-Server, die mit einem Betriebssystem ab Werk versehen wurden. Zur Kommunikation mit den Clients kommen Protokolle wie FTP (File-Transfer-Protocol), das Windows-Netzwerkprotokoll CIFS/SMB (Server Message Blocks) oder NFS (Network-File-System) bei Linux-Systemen zum Einsatz.

Neben den typischen Bauteilen wie Netzteil, Lüftern, CPU, RAM, Festplatten, Netzwerkschnittstellen und Festplatten haben NAS-Server oftmals einen RAID-Controller und mehrere physische Speichermedien verbaut. Die genauen Spezifikationen unterscheiden sich je nach Hersteller und Gerätetyp.

Das gehört ins NAS-Server-Monitoring

Wenn Sie in dezidierte Hardware-Server investieren, sollten Sie diese immer auch richtig monitoren. Da NAS-Server in der Regel gleich mehrere Festplatten verbaut haben, ist es für die Überwachung besonders wichtig, die Hardware-Daten im Auge zu behalten. In der Praxis kombinieren Sie wahrscheinlich unterschiedliche Festplatten zu einem oder mehreren logischen Laufwerken. Nur über die Überwachung der Hardware-Daten können Sie daher den Zustand der Festplatten prüfen. Das Dateisystem des Betriebssystems bezieht sich in der Regel nur auf das logische Laufwerk.

Besonders wichtig bei NAS-Servern sind natürlich der Zustand der Festplatten, der verfügbare Speicherplatz und dessen Entwicklung. Ein Überwachungs-Tool sollte nicht nur eine Momentaufnahme bieten, sondern die Entwicklung im Laufe der Zeit im Auge behalten und eine Prognose des Speicherbedarfs ermöglichen. Damit können Sie beispielsweise erkennen, wenn es zu einem bestimmten Zeitpunkt ungewöhnlich große Datenbewegungen gab oder Sie mit der Anschaffung von neuer Hardware planen sollten, da der Speicherplatz knapp wird.

Zudem sollten Netzwerkanbindungen, RAID-Systeme, Ethernet-Ports und die Prüfung von Protokollen wie Transmission Control Protocol/Internet Protocol Teil Ihrer Überwachung sein. Mit der richtigen Monitoring-Lösungen können Sie zudem die Erstellung von Backups überwachen.

Checkmk besitzt Monitoring-Erweiterungen für gängige Hersteller wie Dell, Hitachi, QNAP oder Synology zur Überwachung von NAS-Servern über SNMP oder IPMI. Einige Storage-Hersteller wie HPE stellen Daten zudem mittlerweile über REST-APIs bereit, die Checkmk ebenfalls unterstützt. Mit den passenden Monitoring-Erweiterungen sorgt Checkmk dafür, dass Sie alle nötigen Hardware-Überwachungsdaten mit wenigen Klicks und ohne lange manuelle Konfiguration als Services in das Monitoring übertragen können.

Hardware-Monitoring über IPMI in CheckmkGerade bei NAS-Servern fallen Monitoring-Agenten in der Regel als Datenquelle weg, da die NAS-Server-Hersteller keine Installation von Monitoring-Agenten auf dem Betriebssystem erlauben. Falls Sie Admin-Zugriff auf das Betriebssystem haben, kann Checkmk aber gängige Systeme wie FreeNAS mit seinen Agenten überwachen.

In jedem Fall spart die umfangreiche Unterstützung von SNMP oder agentenlosen Schnittstellen durch Checkmk Ihnen viel Konfigurationsarbeit und ermöglicht auch eine Überwachung ohne Agenten. Müssen Sie den Output von Schnittstellen wie SNMP erst manuell in einem Monitoring-Tool konfigurieren, ist ein richtiges NAS-Server-Monitoring nicht mit vertretbarem Aufwand zu bewerkstelligen.

Zudem bietet Checkmk aktive Checks für Protokolle wie FTP und CIFS/SMB. Dabei sendet die Checkmk-Instanz selbst Anfragen über das jeweilige Protokoll und prüft so zum Beispiel die Erreichbarkeit des Dienstes. Im Monitoring können Sie die aktiven Checks dann entweder gemeinsam mit den Monitoring-Daten aus anderen Datenquellen in einem Host ansehen oder als separaten Host verwalten.

In den Checkmk-Agenten ist zudem ein Mount-Check für alle gängigen Übertragungsprotokolle integriert. Wenn Sie einen anderen Server mit dem Checkmk-Agenten überwachen und dieser zum Beispiel als Client an einen ebenfalls mit Checkmk überwachten NAS-Server gemounted ist, kann der Agent über den NFS-Mount-Check oder den CIFS/SMB-Mount-Check automatisch prüfen, ob der NAS-Server für den Client wirklich erreichbar ist.

Dank der Forecasting-Funktion von Checkmk können Sie präzise Vorhersagen treffen, etwa zur Entwicklung Ihres Speicherbedarfs. Dazu bedient sich Checkmk komplexer Analysemethoden, die Sie beim Kapazitäts-Management Ihrer Hardware-Landschaft unterstützen.

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