Home > Monitoring verschiedener Server-Arten: File-Server

Monitoring verschiedener Server-Arten: File-Server

Ferdinand Kunz
By Ferdinand Kunz on Jun 04, 2021

Nachdem ich im vorherigen Teil das Monitoring von NAS-Servern erläutert habe, möchte ich nun auf die Überwachung von File-Servern eingehen. Viele Unternehmen stellen sich die Frage, ob NAS- oder File-Server die bessere Option für sie sind. Beide Server-Typen eignen sich um anderen Clients Daten zur Verfügung zu stellen. Es gibt keine eindeutige Antwort auf diese Frage, aber in jedem Fall müssen Sie die Server immer richtig überwachen. In diesem Blogpost zeige ich Ihnen, was Sie beim File-Server-Monitoring beachten sollten.

Was sind File-Server?

File-Server sind eine beliebte Methode, um Dateien in einem Netzwerk oder über das Internet anderen Systemen zur Verfügung zu stellen. Nutzer erhalten dabei Zugriff auf die auf dem Server abgelegten Daten, nachdem ein Administrator ihnen Zugriffsrechte eingeräumt hat. Die Kontrolle der erlaubten Zugriffe erfolgt direkt über den Server oder über die Zugriffsberechtigung des Dateisystems.

In der Praxis unterscheidet man zwischen verschiedenen File-Server-Typen, je nachdem welches Übertragungsprotokoll ein File-Server nutzt. Manche Unternehmen setzen ihre File-Server heute zum Beispiel immer noch als FTP-Server auf, da das FTP-Protokoll zwar schon ziemlich alt, aber gleichzeitig recht einfach zu bedienen ist. Der Einsatz kann aber auch zu Problemen führen. Viele FTP-Server sind unzureichend gesichert und sogar öffentlich erreichbar. Neben FTP setzen Unternehmen bei File-Servern daher auch auf FTP-Weiterentwicklungen wie FTP-über-TLS (FTPS) oder das SSH-File-Transfer-Protocol (SFTP). Bei geschlossenen Netzwerken mit Windows-Systemen kommen oft File-Server mit CIFS/SMB (Server Message Block) zum Einsatz und bei Linux-Systemen setzt man in der Regel auf das Network-File-System (NFS).Graph eines FTP-Servers in Checkmk. Zweimal war der FTP-Service im kritischen BereichAußerdem kommt oftmals das HTTP-Protokoll auch für File-Server zum Einsatz. Es ist genau wie FTP leicht zu nutzen, bietet jedoch zusätzliche Sicherheitsfunktionen. Gerade bei Download-Servern im Internet ist es daher ein beliebtes Protokoll.

Meistens setzten Unternehmen File-Server mit dezidierter Hardware oder als virtuelle Server auf. Sie können theoretisch auch mehrere File-Server auf dem gleichen Hardware-Server hosten und auch andere Software-Server unter demselben Betriebssystem installieren. Dies birgt aber das Risiko, dass durch einen einzigen Ausfall gleich mehrere Applikations-Server betroffen sein können. Daher ist davon abzuraten.

Zwar können Sie Datei-Server unter Windows, Linux und auch unter macOS leicht starten, sollten aber beim Betrieb den langfristigen Aufwand bedenken. File-Server sind im Vergleich zu NAS-Servern etwas aufwendiger zu verwalten: Je nach Unternehmensgröße, Anzahl der Benutzer und Datenmenge steigt der Aufwand für die Pflege der Ordner- und Verzeichnisstruktur. Auch die Zahl der Nutzerfreigaben kann schnell unübersichtlich werden.

Das gehört in ein File-Server-Monitoring

Da Sie File-Server in der Regel selbst aufsetzen, haben Sie normalerweise auch Admin-Rechte für das Betriebssystem. Dies erlaubt Ihnen den Einsatz von Monitoring-Agenten. Im Vergleich zu NAS-Servern ist dies ist ein Vorteil, welchen Sie nutzen sollten. Mit den richtigen Agenten erhalten Sie wesentlich tiefere Einblicke, erkennen mögliche Gefahren früher und brauchen weniger Hardware-Ressourcen für das Monitoring. Die meisten Monitoring-Tools können Daten zur Server-Hardware über SNMP, IPMI oder herstellerspezifische Schnittstellen abfragen, bleiben aber auf der Betriebssystemebene blind und können zudem Übertragungsprotokolle nicht aktiv prüfen.

Mit Checkmk können Sie sämtliche Datenquellen mit wenigen Klicks einrichten und alle einem Host im Monitoring zuordnen. Das heißt, dass Sie mit Checkmk agentenbasiertes Monitoring, aktive Checks und die Hardware-Überwachung über SNMP oder IPMI einfach und sinnvoll kombinieren können. Durch die Zuordnung behalten Sie im Monitoring den Überblick über Ihre Hosts, und haben sämtliche Kontextinformationen immer im Blick. Natürlich können Sie die Services aus unterschiedlichen Datenquellen aber auch als separate Hosts im Monitoring abbilden.Kombination von Daten aus dem Monitoring-Agenten und dem aktiven FTP-Check in der Host-Ansicht von CheckmkFür Checkmk stehen für alle gängigen Server-Hardware-Hersteller wie Dell, IBM, HPE, Cisco oder Huawei passende Monitoring-Integrationen bereit. Zudem bringt Checkmk beispielsweise Monitoring-Plugins für Management-Boards von Enterprise-Server-Lösungen wie HPE-iLO-Boards mit. Dadurch haben Sie mit wenigen Klicks alle nötigen Hardware-Informationen in einer einzigen Monitoring-Oberfläche. Die Checkmk-Agenten erfassen zum Beispiel automatisch Details zum Dateisystem eines File-Servers und alarmieren Sie, wenn der Speicherplatz knapp wird. Wie für alle Datenquellen liefert Checkmk standardmäßig Schwellwerte für Alarme, die Sie natürlich nach Ihren Bedürfnissen anpassen können. Dies erleichtert die Einrichtung und bringt Sie schneller ans Ziel.

Zudem kommt Checkmk mit aktiven Checks für alle gängigen File-Server-Protokolle wie FTP, SFTP, CIFS /SMB oder HTTP, die Sie einfach über die grafische Benutzeroberfläche von Checkmk einrichten können. Dadurch prüft Checkmk aktiv, ob das Übertragungsprotokoll des File-Servers funktioniert. Im Monitoring sind diese aktiven Checks dann als Services des Hosts verfügbar und komplementieren Ihr File-Server-Monitoring.

Die Installation ist dank des regelbasierten Ansatzes von Checkmk auch bei sehr vielen File-Servern einfach und Sie können auch eine große Menge an File-Servern mit wenigen Handriffen in das Monitoring aufnehmen und präzise überwachen.

Sie können zudem auf verschiedene Mechanismen zur Alarmierungen zurückgreifen, beispielsweise dass bei Erreichen einer kritischen Speicherauslastung eine Telefonschleife initiiert wird. Damit gewährleisten Sie, dass Sie auf unerwartete Leistungsspitzen schnell reagieren können.

Mit Checkmk können Sie zudem auch Ursachen von Leistungsspitzen erfassen und sich über ungewöhnliche Anomalien automatisch informieren lassen. Wenn Sie zum Beispiel zeitweise außergewöhnliche hohe Datenverschiebungen haben, schlägt Checkmk auf Wunsch Alarm. Sie können zudem dank umfangreicher Graphing-Funktionen in Checkmk Unregelmäßigkeiten genaustens untersuchen.Graph eines Server-File-Systems in CheckmkDurch die Erweiterung der Checkmk-Monitoring-Agenten mit dem File-Check können Sie einzelne Dateien im File-System des Servers mit Checkmk überwachen. Damit stellen Sie beispielsweise sicher, dass eine Datei auf einem Download-Server immer verfügbar ist und nicht versehentlich verschoben oder gelöscht wurde.

Die Erweiterung von Agenten und die Kombination aus mehreren Datenquellen eignet sich nicht nur zur Überwachung von File-Servern. Im nächsten Teil der Blog-Serie möchte ich Ihnen zeigen, was Sie bei der Überwachung von SQL-Servern beachten sollten.

Wanted: IT Monitoring Superheroes

Do you have an interesting story about working with Checkmk?

We'd like to hear from you!

Learn more
checkmk superhero

By posting a comment to this blog article or by subscribing to our blog notification system, you agree to our Privacy and Cookie Policy and consent that tribe29 GmbH can process your data and may contact you, if needed, in regards to the above mentioned purposes.